wilma in china

7.11.2009

Warum ich meinen Beruf mag

Abgelegt unter: Digitale Kommunikation, Leben — wilma @ 17:08

Kleiner Ausschweif am Anfang: Manchmal bin ich erstaunt, wie vieles hier doch genauso ist wie bei uns. Andere Dinge sind überraschend anders und werfen Probleme auf, die ich vor meiner Abreise schlicht und einfach nicht in Betracht gezogen hatte - wie das Besorgen von Kontaktlinsenflüssigkeit.

Nicht dass es hier keine Kontaktlinsen gibt - aber ich habe eine formstabile, und die werden in China nur in Ausnahmefällen von Augenkliniken verschrieben, und dann aus Japan importiert. Es war also garnicht so einfach, Reiniger für meine Linse zu bekommen! Nach dem dritten erfolglosen Optikerbesuch und ein Versuch mit HuPing in einer örtlichen Apotheke habe ich einen Tipp in einem Internet-Forum gefunden. Ein winziger Optiker im fünften Stock einer der vielen großen Shoppingmalls hat tatsächlich ein Produkt - ein kleines Fläschchen, teurer als daheim, aber was soll ich machen.

Wenigstens muss ich jetzt nicht die Augenklinik am anderen Ende von Shanghai aufsuchen. obwohl ich auch die gefunden hätte - dem Internet sei dank. Ich glaube, ohne Internet wäre mein Leben hier nicht halb so einfach möglich - und es zeigt mir wieder einmal, dass ich einen tollen Beruf habe (auch wenn das jetzt vielleicht etwas weit hergeholt erscheint)…

Ein paar nützliche Seiten will ich deshalb mal kurz vorstellen: (weiterlesen…)

17.9.2009

Internet in China: Geblockt oder langsam

Abgelegt unter: Agenturerfahrungen, Digitale Kommunikation — wilma @ 22:29

Ich habe gestern versucht, am Online Marketing WebKongress teilzunehmen, musste es aber enttäuscht abbrechen. Die Verbindung zu ausländischen Websites ist hier in China so langsam, dass solche Dienste hier kaum funktionieren. Auch auf die Videostreams der heute-Nachrichten muss ich verzichten, dieser funktioniert hier nicht mal mit kleinster Auflösung.

Das ist sehr frustrierend, weil dadurch natürlich viele schöne Webanwendungen hier nicht so angeboten werden können wie bei uns. Unseren Kunden ist das ebenfalls bewusst, und so fragen sie bei jeder gezeigten Referenz nach, wo die Website erstellt bzw. gehostet wird. Wird eine Website hier gehostet, ist die Verbindungsgeschwindigkeit gleich deutlich besser, allerdings müssen alle Websites dann staatlich registriert sein und ihre Registrierungs-ID auf Ihrer Website angeben.

Dass die Regierung hier westliche Angebote wie Twitter oder Facebook sperrt, haben sicher die meisten mitbekommen. Für die Chinesischen Internetnutzer ist das aber kein Grund, sich zu beschweren (das tut man hier sowieso nicht oft, vom schimpfenden Taxifahrern und lauten Streitigkeiten unter Nachbarn mal abgesehen). Da sie ihre eigenen chinesisch-sprachigen Communities und Network-Sites haben, ist das auch teilweise verständlich.

Allerdings betreffen die Kontrollen nicht nur ausländische Sites. Auf chinesischen Nachrichtenseiten müssen sich zum Beispiel seit August alle Nutzer mit richtigem Namen und Identitätsnummer ausweisen (ähnlich unserer Personalausweis-Nummer), wenn sie Kommentare hinterlassen wollen. Da ist es mir nur noch durch Geschichte und Mentalität erklärbar, dass kein Chinese etwas dagegen sagt. Wenn ich an Deutschland denke, mit Petitionen gegen Internetsperren, der Piraten-Partei oder Demos gegen Vorratsdatenspeicherung… schön ist die Demokratie ;-)

Ich kann bestimmt noch über mehr Beispiele berichte, für heute begnüge ich mich mal damit und schaue mir noch eine DVD an, deren Verkauf hier dafür erfreulich unkontrolliert von statten geht…

6.8.2009

Thinking global, acting local

Abgelegt unter: Digitale Kommunikation — wilma @ 11:55

Glokalisation ist ein echt spannendes Thema. Ich habe neben mir Stapelweise Material dazu liegen und hoffe, bald mehr darüber schreiben zu können. Für heute reichts nur zu einer Einstimmung:

The tension of glocalization

Gefunden bei Tom Fishbourne.

21.7.2009

Nicht mehr fremd sein in der Fremde

Abgelegt unter: Shanghai, Reisevorbereitungen, Digitale Kommunikation — wilma @ 13:03

Beim Arbeiten für meinen Kunden Merck bin ich gerade auf diesen Artikel gestossen, der ganz gut zu meiner Situation passt - obwohl es um Taiwan geht und ich ja auch nicht vorhabe, über Jahre hinweg in Shanghai zu bleiben. Aber die Fragen sind schon ungefähr die, die ich mir auch jetzt schon stelle:

Wo kann man Essen kaufen, das der europäisch geprägte Magen verträgt? Ist das hier Waschmittel oder Spülmaschinensalz? In welche Richtung fährt die U-Bahn? Wo finden sich hilfreiche Kontakte? Schon nach zwei Flugstunden kann der Alltag anfangs abenteuerlich wirken. Und umso mehr, wenn sich eine neue berufliche Herausforderung am anderen Ende der Welt bietet. Dort, wo jedes Schriftzeichen ein kleines Kunstwerk ist, das so andersartige Essen geschickt mit Stäbchen zu Munde geführt werden will und die Uhren – auch ganz buchstäblich – anders gehen.

Das Online-Magazin entstand übrigens in Zusammenarbeit von Merck mit mediaman und Hoffmann & Campe Corporate Publishing. Es bietet Hintergrundwissen und Blicke über den Tellerrand zu allen Themen aus dem Portfolio von Merck.

Den Artikel gibt’s  hier zu lesen: M - das Entdeckermagazin - Fremde Kulturen

17.7.2009

mediaman in Shanghai

Abgelegt unter: Shanghai, Digitale Kommunikation — wilma @ 17:12

Ich finde, der Imagefilm über mediaman Shanghai ist wirklich gut geworden:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=owxjzLPAw-0]

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