wilma in china

25.11.2009

Was hat Peking, das Shanghai nicht hat?

Abgelegt unter: Sehenswürdigkeiten, Leben — wilma @ 01:06

Gerade bin ich wieder zurück aus Peking. War ja leider nur ein kurzer Trip, aber ich habe doch schon einige Unterschiede zwischen Shanghai und Peking ausmachen können. Also, was ist anders in Peking?

Mehr Platz: Die Straßen hier sind breiter, die Flächen zwischen den Hochhäusern und Compounds weitläufiger, die ganze Stadt wirkt nicht so dicht gedrängt und überfüllt wie Shanghai. Das ist angenehm, aber Shanghai hat genau durch die engen, vollgestopften Straßen einen ganz eigenen Charakter, mit dem Peking nicht mithalten kann. Für mich persönlich deshalb ein Punkt für Shanghai. Allerdings sah auch Peking bis vor kurzem noch ganz anders aus - durch Olympia wurde viel neu gebaut, und auch Shanghai wird sich im Zuge der Expo noch sehr verändern. Vielleicht sind dann einige der typisch chinesischen Gassen auch hier bald verschwunden.

Blick über Beijing

Richtige Heizung: In Shanghai gibt es nur Air Condition, in Peking dagegen ganz normale Heizungen. Das war natürlich sehr angenehm, da es in den letzten Tagen hier in Shanghai ungemütlich kalt war. In Davids Wohnung war es allerdings aus einem anderen Grund mollig warm: Er wohnt in einem neuen Compound mit Niedrig-Energie-Häusern, die komplett ohne Heizung auskommen und trotzdem immer eine konstante Temperatur besitzen. Schon eine feine Sache und schön zu sehen, dass es solche Neubauten mittlerweile auch in China gibt. Man kann den Compound übrigens hier sehen: Moma auf Google Maps.

Trockenheit: Peking liegt in der Nähe der Wüste Gobi, weshalb hier des öfteren auch Sandstürme bis in die Stadt kommen können. Die Luft ist sehr trocken, es hat in den letzten Wochen kaum geregnet, weshalb die Regierung es künstlich schneien ließ, um der Erde Wasser zu geben. Das hat allerdings zu einem Temperatursturz geführt und leider einen großen Teil der Ernte zunichte gemacht. Da müssen die Chinesen also noch ein bisschen üben… Deutlich wurde die Wasserknappheit aber auch im Garten des Sommerpalastes, in dessen Teichen kaum noch Wasser vorhanden war.

Sommerpalast in Beijing bei Sonnenuntergang

Berge:  Naja, natürlich gibt es die Berge nicht direkt in der Stadt, aber im Umland dafür umso mehr. Bewundern durfte ich sie bei meinem Besuch der Chinesischen Mauer:

Chinesische Mauer

Buntere Tempel: Die Tempel in Shanghai haben mich ja nicht wirklich überzeugt, aber in Peking gibt es wunderschöne Pagoden und Buddhistische Bauwerke. Farbenfroh in blau, rot und gold leuchten die Malereien und lassen die Tempelanlagen zu Schmuckstücken werden. Wir haben uns den Lama-Tempel und den Himmelstempel angeschaut, hier eine Ecke des Eingangstors zum Lama Tempel:

Lama Tempel Eingangstor

Mao: Der einstige Führer Chinas und Begründer der Republik, Mao Tse-tung, ist hier überall gegenwärtig. Die Chinesen sind sehr stolz auf ihren Herrscher und verehren ihn mit Hingabe - leider ohne seine Greueltaten zu hinterfragen. Ich hätte mir das Mausoleum gerne angeschaut, habe es aber aus Zeitgründen nicht mehr geschafft. Dafür bin ich zu seiner in Stein gemeißelten Handschrift an der Großen Mauer gepilgert, die da verkündet: Nur wer an der Mauer war, ist ein wahrer Held (oder so ähnlich, die Übersetzung auf englisch fiel den Chinesen leider sehr schwer).

Maos Handschrift an der Chinesischen Mauer

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack-URL

Einen Kommentar hinterlassen

läuft stressfrei mit WordPress ( WordPress.de )