Warum ich meinen Beruf mag
Kleiner Ausschweif am Anfang: Manchmal bin ich erstaunt, wie vieles hier doch genauso ist wie bei uns. Andere Dinge sind überraschend anders und werfen Probleme auf, die ich vor meiner Abreise schlicht und einfach nicht in Betracht gezogen hatte - wie das Besorgen von Kontaktlinsenflüssigkeit.
Nicht dass es hier keine Kontaktlinsen gibt - aber ich habe eine formstabile, und die werden in China nur in Ausnahmefällen von Augenkliniken verschrieben, und dann aus Japan importiert. Es war also garnicht so einfach, Reiniger für meine Linse zu bekommen! Nach dem dritten erfolglosen Optikerbesuch und ein Versuch mit HuPing in einer örtlichen Apotheke habe ich einen Tipp in einem Internet-Forum gefunden. Ein winziger Optiker im fünften Stock einer der vielen großen Shoppingmalls hat tatsächlich ein Produkt - ein kleines Fläschchen, teurer als daheim, aber was soll ich machen.
Wenigstens muss ich jetzt nicht die Augenklinik am anderen Ende von Shanghai aufsuchen. obwohl ich auch die gefunden hätte - dem Internet sei dank. Ich glaube, ohne Internet wäre mein Leben hier nicht halb so einfach möglich - und es zeigt mir wieder einmal, dass ich einen tollen Beruf habe (auch wenn das jetzt vielleicht etwas weit hergeholt erscheint)…
Ein paar nützliche Seiten will ich deshalb mal kurz vorstellen:
ExploreShanghai interactive Metro Map und Metropedia: Infos zu allen Linien und Haltestellen mit englischem und chinesischen Namen inklusive Tonaufnahme für die richtige Aussprache, Umsteigemöglichkeiten, Google-Map und Panoramio-Bildern der Umgebung. Meine Haltestelle ist übrigens die Zhongtan Road.
China auf gut deutsch: Schanghai.com ist eine deutsche Community, von der ich häufig das Forum lese. Den Tipp mit der Kontaktlinsenflüssigkeit habe ich von hier.
Smart Shanghai: Das “urban webzine” für weltoffene Chinesen und Expats hat einen Eventkalender und Listings mit allen möglichen Orten von Restaurants über Clubs oder Galerien. Das besonders praktische hier sind die Taxi-Printouts der Adressen. Es passiert hier einfach viel zu oft, dass der Taxifahrer den Ausländer nicht versteht… ich mache übrigens immer Fotos der Printouts und halte dem Taxifahrer meine Digitalkamera vor die Nase, weil ich keinen Drucker habe - klappt auch.
Google Map: Klar, kennt jeder. Und ich hab zwar auch einen richtigen Stadtplan, aber online hab ich meine eigene Karte, in der ich alle interessanten Orte markieren kann, um sie mir zu merken und euch zu zeigen. Und einige Sehenswürdigkeiten sind hier ja auch schon direkt verlinkt. Nur das der Metroplan nicht auf Englisch erscheint, ärgert mich jedesmal…
Noch mehr Links zu guten Seiten, die ich während meinen Netzreisen so finde, gibt’s bei Mister Wong - wobei mir da jetzt gerade wieder auffällt, dass Name und Logo des ursprünglich deutschen Bookmarking-Dienstes ja Chinesisch ist…