wilma in china

27.9.2009

Das Teehaus in Hangzhou

Abgelegt unter: Sehenswürdigkeiten, Leben — wilma @ 23:17

Und da ich sowieso lange aufbleiben muss, um die ersten Wahlergebnisse aus Deutschland mitzubekommen, kommt hier gleich der nächste Blogeintrag: Am Samstag waren Karen und ich in Hangzhou, und haben unter anderem dort ein traditionell chinesisches Teehaus besucht. Das war eine sehr kuriose Erfahrung!

Longjing-Tee und Snacks

Der Tee wird in einem völlig unspektakulären Wasserglas serviert und ist nicht billig - 78 RMB pro Person war noch preiswert. Allerdings bekommt man immer wieder heißes Wasser nachgeschenkt, so dass man viel davon trinken kann. Das besondere ist aber: Der Tee wird mit “Snacks” serviert. (weiterlesen…)

Karaoke

Abgelegt unter: Leben — wilma @ 22:21

Daniel und Emma (eine ehemaligen mediaman-Mitarbeiterin und jetzt noch Freundin von Daniel) haben am Freitag gemeinsam ihre Geburtstage vorgefeiert. Hier in China bringt vorfeiern offensichtlich kein Unglück.

Daniel und Emma feiern Geburtstag

Ein paar Arbeitskollegen und Freunde waren noch dabei, und es ging also für mich zum ersten Mal zum Karaoke. Um es gleich zu sagen: Karaoke in China ist komplett anders als ich es mir vorgestellt hatte.

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22.9.2009

WG-Leben

Abgelegt unter: Leben — wilma @ 22:17

Über meine Wohnung hab ich ja schon berichtet, dass sie eigentlich super ist. Aber wie es so ist mit WG’s…

Seit letzter Woche war unsere Waschmaschine kaputt. Sehr ärgerlich in einer Stadt, in der es immer heiß und schmutzig ist, drei Leute waschen wollen und mein Kleiderschrank hier nicht gerade umfangreich ist. Wenn dann auch noch der Reparateur trotz Termin mehrfach nicht erscheint, umso mehr. Wenn ich den Grund richtig verstanden habe, hielt er es nicht für dringend, da mein Mitbewohner die Zahlung von 50 RMB nicht privat zahlen wollte, sondern an die Hausverwaltung verwiesen hat. (weiterlesen…)

19.9.2009

Schnappschüsse

Abgelegt unter: Shanghai, Straßenansichten — wilma @ 22:58

Hier mal ein paar Bilder, die ich auf der Strasse gemacht habe, einfach so für euch ;-)

Straßenkehrer sind hier rund um die Uhr unterwegs, ist bestimmt kein schöner Job, aber sehr nützlich, Dreck gibts hier echt genug…

Straßenkehrer

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17.9.2009

Internet in China: Geblockt oder langsam

Abgelegt unter: Agenturerfahrungen, Digitale Kommunikation — wilma @ 22:29

Ich habe gestern versucht, am Online Marketing WebKongress teilzunehmen, musste es aber enttäuscht abbrechen. Die Verbindung zu ausländischen Websites ist hier in China so langsam, dass solche Dienste hier kaum funktionieren. Auch auf die Videostreams der heute-Nachrichten muss ich verzichten, dieser funktioniert hier nicht mal mit kleinster Auflösung.

Das ist sehr frustrierend, weil dadurch natürlich viele schöne Webanwendungen hier nicht so angeboten werden können wie bei uns. Unseren Kunden ist das ebenfalls bewusst, und so fragen sie bei jeder gezeigten Referenz nach, wo die Website erstellt bzw. gehostet wird. Wird eine Website hier gehostet, ist die Verbindungsgeschwindigkeit gleich deutlich besser, allerdings müssen alle Websites dann staatlich registriert sein und ihre Registrierungs-ID auf Ihrer Website angeben.

Dass die Regierung hier westliche Angebote wie Twitter oder Facebook sperrt, haben sicher die meisten mitbekommen. Für die Chinesischen Internetnutzer ist das aber kein Grund, sich zu beschweren (das tut man hier sowieso nicht oft, vom schimpfenden Taxifahrern und lauten Streitigkeiten unter Nachbarn mal abgesehen). Da sie ihre eigenen chinesisch-sprachigen Communities und Network-Sites haben, ist das auch teilweise verständlich.

Allerdings betreffen die Kontrollen nicht nur ausländische Sites. Auf chinesischen Nachrichtenseiten müssen sich zum Beispiel seit August alle Nutzer mit richtigem Namen und Identitätsnummer ausweisen (ähnlich unserer Personalausweis-Nummer), wenn sie Kommentare hinterlassen wollen. Da ist es mir nur noch durch Geschichte und Mentalität erklärbar, dass kein Chinese etwas dagegen sagt. Wenn ich an Deutschland denke, mit Petitionen gegen Internetsperren, der Piraten-Partei oder Demos gegen Vorratsdatenspeicherung… schön ist die Demokratie ;-)

Ich kann bestimmt noch über mehr Beispiele berichte, für heute begnüge ich mich mal damit und schaue mir noch eine DVD an, deren Verkauf hier dafür erfreulich unkontrolliert von statten geht…

15.9.2009

Der Unterschied zwischen Beruf und Berufung

Abgelegt unter: Concept Development, Agenturerfahrungen — wilma @ 21:44

Ich habe ein schönes Zitat gefunden vom sowieso bewundernswerten Antoine De Sainte-Exupery. Es beschreibt sehr schön meinen Anspruch und meine Hoffnung, mit dem ich hierher gekommen bin:

If you want to build a ship, don’t drum up the people to gather wood, divide the work, and give orders. Instead, teach them to yearn for the vast and endless sea.

Nach einem langen Meeting mit der chinesischen Konzepterin hier habe ich allerdings die Befürchtung, mich davon ein Stück weit verabschieden zu müssen.

Woran das liegt? Zum einen wohl an der chinesischen Mentalität, die wenig Eigenantrieb und -Verantwortung mitzubringen scheint, andererseits aber vor allem am Bildungssystem, das nach wie vor aus Auswendiglernen und Kopieren besteht.

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14.9.2009

Ausgehen

Abgelegt unter: Shanghai, Sehenswürdigkeiten, Leben — wilma @ 21:27

Shanghai ist eine Weltstadt - man kann hier unglaublich viel unternehmen, wenn man Clubbing mag und gerne international Essen geht. Aber Shanghai ist eben auch eine Großstadt - man kann hier wirklich nicht viel unternehmen, wenn man Grillen im Park mag und gerne Fahrradtouren macht. Also was habe ich bisher schon so gemacht?

Klar, ich bin viel Essen gegangen. Chinesisch, Koreanisch, Italienisch, Thailändisch…

Ich war Cocktails trinken in der Glamour Bar, sehr schöner Ausblick auf die Skyline und edles Ambiente. Die Cocktails sind sehr gut - Campari und Martini, zusammen mit Orange ist was Feines!

Im JZ Club spielen oft Live-Bands, es gibt eine grosse Jazz-Szene in Shanghai. An unserem Abend spielte aber eine Salsa-Band mit einer feurigen Sängerin und erstaunlich vielen richtig guten chinesischen Salsa-Tänzern, was ich ja noch viel besser fand.

Bevor ich Heimweh bekommen kann, geht’s in die Sportsbar The Spot. Hier wird Formel 1 oder auch Fussball übertragen, um halb zehn das deutsche Nachmittagsspiel. Dazu ein gutes Bier und viele deutsche Stimmen um dich rum - fast perfekt, hätten die Dortmunder nur nicht so schlecht gespielt!

So richtiges Nightlife-Clubbing hab ich bisher nur einmal gemacht, in der Bar Rouge. Auf der Terrasse gibt’s Cocktails, Skyline-Blick und tanzbare elektronische Musik - das Publikum sehr abgehoben, aber so gehört sich das wohl. Hier treffen sich Expats, erfolgreiche Unternehmer und westlich orientierte Chinesen bei absolut westlichen Preisen. Trotzdem war’s ein schöner, langer Abend mit Großstadtfeeling, leider auch inklusive Kater ;-)

Natürlich kann man auch richtig Kultur genießen. Chinesische Oper hab ich noch nicht gesehen, kommt vielleicht noch, aber die Show ERA - Intersection of Time war mit einer Mischung aus traditioneller chinesischer Akrobatik, Tanz, Gesang und modernen Elementen wirklich sehenswert und mit unseren großen Musical-Shows vergleichbar.

Ich bin gespannt, was ich noch alles erleben werde, einmal geht’s auf jeden Fall auch noch raus in die Natur zu den Seen Hangzhous, und solange das Wetter hier so bleibt, kann ich noch einige laue Abende auf Barterrassen verbringen :-)

12.9.2009

Chinesisches aus dem Supermarkt

Abgelegt unter: Leben — wilma @ 16:24

Da ich irgendwie finde, hier nicht genug “echt chinesisches” kennen zu lernen, hab ich heute im Supermarkt ganz viel chinesische Sachen gekauft. Das meiste hab ich noch nie gesehen oder gekauft, aber solange ich einigermassen erkennen konnte, was es sein soll, wollte ich mich einfach mal durchprobieren. Hier also meine Ausbeute:

Carrefour - meine Ausbeute

Bei Carrefour, einer großen Supermarktkette, die neben chinesischen auch westliche oder importierte Waren verkauft, gibts auch viele Produkte, auf denen wenigstens ein Satz Englisch steht. Das hilft ungemein! Und man bekommt halt einfach alles.

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9.9.2009

Shopping!

Abgelegt unter: Leben — wilma @ 22:41

Auch wenn hier in China die Geschäfte auch am Sonntag geöffnet haben, ist doch ein freier Mittwoch der ideale Tag zum shoppen, dachte ich mir. Und mit Annette, die fließend chinesisch spricht, kann ich auch abseits der großen Shopping-Malls mit europäischen Preisen (H&M gibt’s hier auch, mit den gleichen Preisen wie bei uns) zu den wirklich interessanten chinesischen Märkten gehen.

Es gibt zum Beispiel eine Straße mit mehreren Markthallen voller winziger Läden, teilweise über mehrere Stockwerke hinweg. Darin wird vor allem billige chinesische Kleidung angeboten, aber auch Uhren, Schmuck, Taschen, Schuhe und allerlei Krimskrams. Fake-Ware westlicher Marken gibt’s natürlich auch. Preise sind nur fest, wenn sie an der Ware stehen, ansonsten ist alles Verhandlungssache. Annette konnte ihre Verhandlungskünste also ausgiebig trainieren!

Shopping in einer Markthalle in Shanghai (weiterlesen…)

8.9.2009

Verkehr in Shanghai

Abgelegt unter: Shanghai, Straßenansichten — wilma @ 21:20

Also solche Verkehrsverhältnisse wie hier hab ich echt noch nicht erlebt. Da fahren die Italiener und Franzosen wie Rentner dagegen!

Morgens muss ich die ChangHua Lu überqueren, es gibt eine Fußgängerampel. Aber ich schaffe es fast nie, bei grün rüberzukommen, weil die Linksabbieger aus der Aomen Lu garnicht daran denken, auf Fußgänger zu achten. Am schlimmsten sind die Busse, die nehmen am allerwenigsten Rücksicht, sondern fahren einfach mit Vollgas ihren Weg. Vor denen kann man schon Angst bekommen. Also immer genau gucken, dass gerade keiner kommt…

Die vielen Zweiradfahrer wuseln um dich rum, das ist kein Problem. Zur Not weicht einer von beiden aus, es wird eh keine Spur gehalten. Deshalb wird ja auch sicherheitshalber schon beim Erreichen der Kreuzung gehupt, damit alle hören, wer kommt. Und wenn man tatsächlich warten würde, bis die ganze Straße frei ist, könnte man sich Pünktlichkeit schonmal ganz abschminken. Da denken auch die Fußgänger nicht dran, und machen es wie die Autos - los gehts wenn Platz für drei Schritte ist.

Dass ich allerdings jetzt schon zweimal von einem Polizisten angequatscht wurde, als ich bei rot loslaufen wollte, kann da ja wohl nur Schikane sein! An Kopfverrenkungen von Fahrradfahrern und glotzende Blicke von Fußgängern hab ich mich ja schon beinah gewöhnt, aber mich in dem Verkehrschaos anhalten zu wollen, kann echt nicht deren Ernst sein…

Also wenn ich zurück in Deutschland einfach loslaufe, wenn die Straße frei ist, müsst ihr mich dran erinnern, wo ich bin ;-) Und für Mama und Papa: Macht euch keine Sorgen, ich pass trotzdem auf, nicht umgefahren zu werden!

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